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Krebs und Mikronährstoffe - Vitamine - Spurenelemente

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Moderator: Helene

Krebs und Mikronährstoffe - Vitamine - Spurenelemente

Beitragvon Volkmann am 27.12.2010, 17:47

Krebskranken fehlen oft Mikronährstoffe

Während einer Chemo- oder Radiotherapie bei Krebs-Patienten lässt sich durch gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen eine Verbesserung der Mangelzustände und damit der Lebensqualität erreichen.

Tumorpatienten weisen ein hohes Risiko für eine Mangelernährung auf. Eine adäquate Energiezufuhr und die Supplementierung von Mikronährstoffen kann einer Unterversorgung gezielt entgegen wirken.

Etwa 57 Prozent der Patienten, die sich einer Radiotherapie unterziehen, und sogar 65 Prozent unter Chemotherapie sind mangelernährt. Viele Krebspatienten haben sogar schon zum Zeitpunkt der Diagnosestellung an Gewicht verloren.

Dies bestätigt eine Multicenterstudie, bei der 31 Prozent bis 87 Prozent der Patienten bereits in den sechs Monaten vor Diagnosestellung stark abgenommen hatten. Besonders ausgeprägt ist die Mangelernährung mit jeweils 83 Prozent bei Patienten mit Pankreas- oder Magenkarzinom, unwesentlich seltener bei Menschen mit Ösophagus-Tumoren mit 79 Prozent.


Die genannten Ursachen können die Nahrungsaufnahme und damit die Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen genauso vermindern, wie Kau- und Schluckbeschwerden. Besonders aufgrund eines verringerten Obst- und Gemüseverzehrs ist die Versorgung mit Mikronährstoffen oftmals defizitär. Dieser liegt gemäß den Daten der zweiten nationalen Verzehrsstudie selbst bei Gesunden deutlich unter der empfohlenen Menge von 650 g.


Zudem führt die Chemo- und Radiotherapie zu einem erhöhten Verlust von Mikronährstoffen durch Erbrechen und Durchfall und zu einem gesteigerten Verbrauch der Mikronährstoffe. Im Vergleich zu anderen Personen ist der Status der Vitamine C und E sowie der B-Vitamine häufig vermindert. Studien berichten weiterhin von signifikant verminderten Konzentrationen der Spurenelemente Zink und Selen im Serum von Tumorpatienten.

Ein Mikronährstoffdefizit kann die Immunkompetenz des Organismus signifikant beeinträchtigen. Ein Mangel an Zink, Selen und Vitamin C wirkt sich zum Beispiel auf die zelluläre Immunabwehr aus, indem die Phagozytose sowie die Aktivitäten von NK-Zellen und T-Lymphozyten vermindert sein können.

Darüber hinaus kann ein Zinkmangel die Funktionsfähigkeit der Monozyten hemmen und die Apoptose von B-Zellen fördern. Ist das Immunsystem der Krebspatienten geschwächt, können aufgrund einer erhöhten Infektanfälligkeit weitere Erkrankungen wie zum Beispiel Pneumonien folgen.

Auch steigt bei mangelernährten Patienten aufgrund einer gestörten Wundheilung das Risiko postoperativer Komplikationen, da sowohl der Wundverschluss als auch die Geweberegeneration ein ausreichendes Angebot an bestimmten Mikronährstoffen voraussetzen.

Im Rahmen der Primärtherapie kann durch die ergänzende Supplementierung einer bedarfsgerecht abgestimmten Mikronährstoffkombination einem krankheits- und therapiebedingten multiplen Mikronährstoffdefizit gezielt entgegengewirkt werden. Sinnvoll ist eine Supplementierung mit Vitaminen (zum Beispiel C, E und B), Spurenelementen (zum Beispiel Zink und Selen) und Omega-3-Fettsäuren.

Die Gabe von Mikronährstoffen kann zudem die therapiebedingten Nebenwirkungen verringern, sodass die primäre Krebsbehandlung planmäßig fortgeführt werden kann. Außerdem können sekundäre Pflanzenstoffe unter anderen aufgrund ihrer antioxidativen und antiinflammatorischen Eigenschaften die Tumorentwicklung hemmen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Ihnen alles Gute mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit!
Ihr
Peter-Hansen Volkmann
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Volkmann
 
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