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Weichmacher - Ursachen vieler Übel bis Unfruchtbarkeit

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Moderator: Helene

Weichmacher - Ursachen vieler Übel bis Unfruchtbarkeit

Beitragvon Volkmann am 06.08.2005, 12:13

Liebe LeserInnen!
Eine aktuelle Meldung aus der Fachpresse der Deutschen Krebsgesellschaft. Kinderschutz ist ja nicht schlecht - aber besser wäre sicherlich der Schutz aller Menschen, damit es auf natürlichem Wege wieder mehr Kinder geben könnte.
- Und zwar ohne Hormontherapien und ohne Operationen!

22.07.2005 - Verbot für Weichmacher in Kinderspielzeug


EU-Parlament will Kinder vor den krebserregenden Substanzen schützen

Weichmacher, sog. Phtalate, stehen seit längerem im Verdacht, Auslöser von Krebserkrankungen zu sein. Das Europäische Parlament beschloss deshalb am 23. Juni 2005, Kinder künftig besser vor diesen Substanzen zu schützen. Es verabschiedete in Straßburg ein Gesetz, das die Verwendung von sechs verschiedenen Phtalaten in Kinderspielzeug und Babyartikeln verbietet.

Phtalate werden Kunststoffprodukten zugesetzt, um diese geschmeidig und biegsam zu machen. Sie kommen in medizinischen Geräten wie Infusionsbeuteln, Kathetern, PVC-Schlauchsystemen oder Handschuhen vor, aber auch in Schnullern, Beißringen oder Barbie-Puppen von Kindern. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften können sie sich beim Kontakt mit Flüssigkeiten oder Fetten aus den Kunststoffen lösen bzw. ausgasen und damit in die Atemluft von Verbrauchern gelangen. Auch eine Aufnahme über den Speichel ist möglich. Dies betrifft Kleinkinder, die ihr Spielzeug regelmäßig in den Mund stecken, in besonderem Maße. Neuere Studien haben gezeigt, dass die Aufnahmemengen von Phtalaten erheblich höher sind, als bisher angenommen wurde (s. Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung v. 13.08.2003).

Wissenschaftler vermuten, dass Phtalate wie DEHP und DBP Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane schädigen und krebserregend sind. Sie wirken ähnlich wie Hormone und stören z.B. den Testosteronstoffwechsel. So fand eine amerikanische Studie heraus, dass hohe Phtalatkonzentrationen bei Neugeborenen zu Wachstumsstörungen im Hodensack und Penis führen (Environmental Health Perspectives 2005, doi:10.1289/ehp.8100).

Das Europäische Parlament verbot jetzt die Verwendung der Phtalate DEHP, DBP und BBP in Spielzeugen und Babyartikeln. Das Verbot gilt ohne Ausnahme für Spielsachen aller Altersgruppen. Die Konzentration dieser drei Phtalate muss damit künftig unter 0,1 Prozent des Plastikanteils liegen. Drei weitere Phtalate - DINP, DIDP und DNOP - dürfen nach dem EU-Beschluss nicht mehr in Artikeln verwendet werden, die Säuglinge bzw. Kleinkinder in den Mund nehmen. Außerdem wurde eine Überprüfung von Plastik in medizinischen Produkten angekündigt.

Quellen:
http://www.bgvv.de/cm/216/PM-178-2005.pdf
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=20671
http://www.bgvv.de/cms5w/sixcms/detail.php/2247

Hier ein völlig unkritischer Text zum gleichen Thema von Betroffenen für Betroffene - mit einem entsprechenden Kommentar von mir!
http://www.wunschkinder.net/blog/2005/0 ... rmien.html
Zuletzt geändert von Volkmann am 19.11.2006, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
Ihnen alles Gute mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit!
Ihr
Peter-Hansen Volkmann
http://www.naturheilkunde-volkmann.de
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Beitragvon Interessierter am 06.02.2006, 14:30

Das ist ein sehr erschreckender aber zugleich auch ein sehr interessanter Text über ein hochbrisantes Thema welches leider aufgrund von wirtschaftlichen Interessen gerne unter den Tisch gekehrt wird.

Was mich interessieren würde ist welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es die schädlichen Weichmacher aus dem Körper wieder auszuleiten?

Sprechen die Patienten auch bei Weichmachervergiftungen (Ich nenne sie mal so auch wenn es ein schleichender Prozess ist) auf die bekannten Entgiftungsmediakmente der Firmen Pekana, Phoenix oder Pflüger an.

Oder entgiftet man hier noch zusätzlich mit Gluthation?

Ich bin gespannt welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt.

MfG und Danke für die Antwort

Interessierter
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Weichmacher Ausleitung?

Beitragvon Volkmann am 21.02.2006, 18:22

Hallo!
Im Frageforum finden Sie eine Übersicht aus der Ärztezeitung, die allerdings nur die zunehmend erkennbaren Probleme, aber leider keine Lösungen referiert.
Die von Ihnen angesprochenen Ausleitungsregime sind nach meiner Einschätzung nicht zielführend bei fettlöslichen Substanzen.
Der von mir auch in solchen Fällen verfolgte Ansatz ist einerseits konsequente Meidung des Nachschubs sowie eine umfassende und langfristige hoT mit Omega-Fettsäuren, Spurenelementen, Vitaminen etc.
Daß das Thema z.B. auch bei Tupper inzwischen bekannt ist, kann ich Ihnen versichern. Inoffiziell arbeitet man dort auch an Lösungen - aber mit Lösungen von Weichmachern in Fetten ist da ja so eine Sache!
Solange es aber keine wirkliche Lösung dieses Problems gibt, ist es sicher sinnvoller, zum Lagern von Lebensmitteln Glas, Porzellan, Metall oder Pergamentpapier einzusetzen, um nur einige Materialien zu nennen.
Die Vermeidung ist der zentrale Ansatz bei der Gesundheitsvorsorge. Das gilt auch für die Nahrungsmittelchemiekalien, die offiziell zugelassen, aber auch bekanntermaßen gesundheitsschädlich sind.
Zur Info zu dem Thema E-Stoffe hier ein interessanter wissenschaftlich sauberer Link:
http://www.zusatzstoffe-online.de
Ihnen alles Gute mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit!
Ihr
Peter-Hansen Volkmann
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Beitragvon Interessierter am 23.02.2006, 17:18

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort Dr. Volkmann.
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