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Magnesium und Calcium können gleichzeitig eingenommen werden

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Moderator: Helene

Magnesium und Calcium können gleichzeitig eingenommen werden

Beitragvon Reimers am 22.10.2007, 07:21

Magnesium- und Calcium-Präparate können gleichzeitig eingenommen werden

Die Wirkungen der Mineralstoffe Magnesium und Calcium sind im
Stoffwechsel eng miteinander verknüpft: Mal agieren die beiden
essentiellen Biofaktoren als Gegenspieler, mal arbeiten sie eng
zusammen. In der Praxis hinterlässt dieses theoretische Wissen häufig
Unsicherheit und Trugschlüsse. Was ist bei der Einnahme (Substitution)
zu beachten? Die Gesellschaft für Biofaktoren (GfB) klärt auf:

"Magnesium- und Calcium-Präparate dürfen gleichzeitig eingenommen
werden". Mit diesem klaren Statement möchte die Gesellschaft für
Biofaktoren einen weit verbreiteten Irrglauben aus der Welt räumen. Da
Magnesium als natürlicher Calcium-Antagonist (Gegenspieler) bekannt ist,
hat sich selbst in Fachkreisen vielfach die Annahme durchgesetzt, dass
die Aufnahme im Darm beeinträchtigt sei, wenn beide Mineralstoffe
gleichzeitig verabreicht werden. Wie die Experten von der GfB
ausführten, ist das allerdings ein Trugschluss: "Die Aufnahme von
Magnesium und Calcium aus dem Darm erfolgt über unterschiedliche
Transportsysteme. Eine gegenseitige Behinderung der Resorption lässt
sich nur experimentell nachweisen, wenn unrealistisch hohe Mengen
verabreicht werden", erklärte der Magnesium-Experte, Prof. Hans-Georg
Classen von der Universität Hohenheim.


Als Gegenspieler wirken Calcium- und Magnesium-Ionen nur an Geweben mit
Ionenkanälen, über welche die Stimulation erfolgt, sagte Classen. Das
sei beispielsweise am Herzen oder an der quer gestreiften und glatten
Muskulatur der Fall. Am Herzmuskelgewebe bzw. in den Gefäßzellen wirkt
Magnesium einer Calcium-Überladung entgegen, die das Herzgewebe schädigt
und in die Blutgefäße verengt. Daher hat Magnesium als physiologischer
Calciumantagonist ähnliche herzschützende und blutdrucksenkende
Eigenschaften wie synthetische Calciumantagonisten, die bei
Bluthochdruck und Herzerkrankungen angewendet werden.


Das Magnesiumorotat, das Magnesiumsalz der Orotsäure, ist in der
Prävention und unterstützenden Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
von besonderem Nutzen, da der Biofaktor Orotsäure als natürlicher
Magnesium-Fixateur Magnesium-Verlusten in den Herz- und Gefäß-Zellen
entgegenwirkt und die herzschützenden Eigenschaften des Mineralstoffs
unterstützt.

Trotz gegensätzlicher Wirkungen agieren Magnesium und Calcium auch
miteinander, und an keinem der beiden Mineralstoffe darf es mangeln:
"Ein Magnesium-Defizit kann trotz ausreichender Calciumversorgung einen
Calcium-Mangel nach sich ziehen, mit allen Zeichen der Tetanie wie
Krämpfen in Fingern, Armen und Beinen, Angina pectoris usw..",
erläuterte Classen. Die Calcium-Mangelsymptome klingen dauerhaft erst
ab, wenn zusätzlich oder ausschließlich Magnesium verabreicht wird.
Dieses Phänomen sei dadurch erklärbar, dass wesentliche Schritte des
Calciumhaushalts Magnesium-abhängig sind, wie etwa die Umwandlung von
Vitamin D in Vitamin D3, das zur Calcium-Aufnahme aus dem Darm benötigt
wird. So könne auch erklärt werden, dass ausreichende Magnesiumzufuhr
bei älteren Frauen die Osteoporose stoppen kann.


Pressemeldung der
Gesellschaft für Biofaktoren, Februar 2007
http://www.gf-biofaktoren.de
Reimers
 
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